Ein ErdnussFlip tippt.

Du weißt. 2, April, 2008

Gespeichert unter: Geschichten aus dem Lebensgarten — erdnussflip @ 5:59
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Das habe ich vor einem Jahr geschrieben. Damals war es Präsens, heute habe ich es in die Vergangenheit umgeschrieben.
Ich saß dort, neben mir eine Tasse Tee, und dachte an dich.
Es war hoffnungslos. Das mit uns war hoffnungslos.
Ich verstand selbst nicht wie man einen Menschen wie dich so sehr lieben konnte.
Und du hast es auch nicht verstanden, du wusstest nämlich nicht was Liebe ist, du hast es nicht verstanden, wolltest es nicht verstehen.
Genau so sehr wie ich nicht verstehen wollte, dass es vorbei war.
Ich machte mir schon lange keine Hoffnungen mehr, aber dennoch hatte ich das Gefühl es könnte ewig so weiter gehen.
Ich befand mich in einer Welt, die sich nicht um die Sonne drehte, sondern um dich.
Ich hatte nach Auswegen gesucht, nach Dingen, die mich von dir ablenkten – alles vergeblich.
Manchmal wünschte ich mir, ich hätte dich niemals kennengelernt, wünschte es gäbe dich nicht, aber dann erinnerte ich mich wie wertvoll du für mich warst. Du warst mehr für mich, nein, du warst alles.
Du hast mich so unbeschreiblich glücklich gemacht wie niemand sonst vor dir, aber leider warst auch du es, der mich so unglücklich machte.
Ich begann dich zu hassen. Ich hasste dich schließlich genau so sehr wie ich dich geliebt hatte.
Weißt du noch? Ich sagte, „ich liebe Tee“, du sagtest darauf, „und ich liebe dich.“
Vielleicht stimmt es, dass jeder Mensch nur einmal im Leben jemanden trifft, der zu ihm passt und lange Zeit glaubte ich, du seist dieser jemand für mich, doch war es ein anderer, der mich daran zweifeln ließ…
Ich zog letztendlich einen Schlussstrich, endgültig, denn der Tee war schon längst ausgetrunken. Nicht wahr?
Mittlerweile danke ich dir dafür, denn ohne dich bin ich ein viel besserer Mensch geworden und übrigens danke für die 23712 Stunden Streit.
Ich sagte zwar adieu, aber ich weiß, eines Tages wirst du wieder vor meiner Tür stehen und vielleicht koche ich uns dann Tee.
Aber es ist wahrscheinlicher, dass ich sie einfach wieder zu mache.
 

Zwischen uns lagen Welten. 24, Februar, 2008

Gespeichert unter: Bücher — erdnussflip @ 8:27
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>Und doch war es so, er liebte sie nicht, und ihr war es gleichgültig.
Es war ihr gleichgültig, weil auch sie ihn nicht liebte.
Sie liebte ihn nicht, und darum konnte nichts von all seinen Worten und Taten sie mehr schmerzen.
Sie legte sich aufs Bett und rückte den Kopf müde auf dem Kissen zurecht.
Vergeblich wehrte sie sich gegen den Gedanken, vergeblich sagte sie sich:
„Aber ich liebe ihn doch, ich habe ihn Jahre und Jahre geliebt. Liebe kann doch nicht in einem Augenblick zur Gleichgültigkeit werden!“
Aber Liebe konnte sich wandeln und hatte es getan.
„Er war von jeher überhaupt nur in meiner Einbildung vorhanden“, dachte sie matt.
„Ich habe etwas geliebt, was ich mir zurechtgemacht habe, was von vornherein tot war …
Ein schönes Gewand habe ich gemacht und mich darein verliebt.
Als er daher geritten kam, ein hübscher Junge, nur ganz, ganz anders, da habe ich ihm das Gewand angezogen und es ihn seither tragen lassen, ob es ihm passte oder nicht.
Wie er in Wirklichkeit war, das habe ich nie gesehen.
Die ganze Zeit hindurch habe ich das schöne Gewand geliebt, ihn aber nicht.“
Und nun musste sie über die Jahre zurückblicken und sah sich in dem grüngeblümten Barchentkleid im Sonnenschein auf stehen, hingerissen von dem jungen Reiter und seinem blonden Haar, das in der Sonne glänzte wie ein silberner Helm.
Jetzt erkannte sie deutlich, dass es eigentlich nur eine Kinderlaune von ihr war, so unerheblich wie die Aquamarin-Ohrringe, die sie als verwöhntes kleines Mädchen ihrem Vater abgeschmeichelt hatte.
Sobald sie sie besaß, war ihr Wert dahin …<

Auszug aus Vom Winde verweht von Margaret Mitchell

Vor 1 1/2 Jahren habe ich genau nach dieser Antwort gesucht.
 

Die Schöne am unteren Bildrand. 17, August, 2007

Gespeichert unter: Gelesen — erdnussflip @ 6:16
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Hanna Johansen – Die Schöne am unteren Bildrand.

Puschkin singen 2, Seite 26

„Liebe, sagte sie dann, das müssen Sie wissen, Liebe ist zum Untergang bestimmt. Entweder sie stirbt, die Liebe, oder die Liebenden sterben. Was sonst? In diesem Punkt sind die Dichter unerbitterlich.“

(Verlinktes Foto von mir geschossen.)